Schichtenmodelle in der Netzwerktechnik

Schichtenmodelle in der Netzwerktechnik sollen hauptsächlich die Komplexität von Übertragungssystemen vereinfachen und die Kommunikationsanwendungen vom Übertragungsmedium entkoppeln.

Ein einfaches Schichtenmodell könnte zum Beispiel aus drei Schichten bestehen: Die Anwendung, das Protokoll und das Übertragungsmedium.

Die Anwendung stellt die Schnittstelle zum Benutzer dar, der einen Kommunikationsdienst in einem Netzwerk benutzen will. Das Übertragungsmedium dient der physikalischen Verbindung und der Signalverarbeitung innerhalb des Netzwerks.

Das Protokoll übernimmt anwendungsspezifische Anpassungen an das Übertragungsmedium. Das Protokoll definiert Regeln für den Ablauf der Kommunikation zwischen den Netzwerk-Teilnehmern. Dazu gehört der Verbindungsaufbau, der Datenaustausch und der Verbindungsabbau.

Die einzelnen Aufgaben der Datenübertragung sind diesen Schichten zugeordnet. Jede Schicht ist hier für eine bestimmte Aufgabe zuständig.

In der Praxis ist die Protokoll-Schicht sehr komplex. Wenn die unterschiedlichen Aufgaben auf mehrere Protokoll-Schichten aufgeteilt sind, wird damit die Komplexität reduziert und die einzelnen Schichten austauschbar. Dadurch ist es möglich, dass jede Anwendung jedes beliebige Übertragungsmedium nutzen kann. Oder anders ausgedrückt: Die Anwendung ist vom Übertragungsmedium unabhängig.

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Netzwerktechnik

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